Hämorrhoiden Behandlung

Sie gelten als eine Krankheit über die man nicht sprechen mag, die extrem unangenehm ist und die jeder deshalb so schnell wie möglich wieder loswerden möchte: die Hämorrhoiden. Als schmerzende, juckende oder blutende Ödeme am Gesäß führen Hämoriden zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. Im fortgeschrittenen Stadium kann der Betroffene zudem kaum sitzen oder liegen. Jeder Toilettengang wird zur Qual, der Juckreiz und das Brennen im Analbereich unerträglich.

Nicht bei jedem Betroffenen äußern sich Beschwerden der Hämoriden jedoch auf so dramatische Weise. Wie bei fast allen Erkrankungen gibt es auch hier verschiedene Stadien und Verläufe der Krankheit.

Stadium 1 der Hämorrhoiden

In diesem Stadium sind die Beschwerden sehr gering. Vergrößerte Hämoridalpolster, die in einigen Fällen auch bluten können, charakterisieren den Beginn der Krankheit. Wer jetzt schnell handelt und zum Arzt geht bzw. den Verdacht der Hämorrhoiden bei einer Enddarmspiegelung bestätigen läßt, hat sehr gute Chancen, das Problem mit leichten Cortison-Salben zügig in den Griff zu bekommen.

Stadium 2 der Hämoriden

In diesem Krankheitsstadium treten die Hämoriden während des Stuhlgangs nach außen und lassen sich zudem als Knoten ertasten. Erste Blutungen, Nässen und ein unangenehmer Juckreiz lassen spätestens jetzt viele zum Arzt gehen. Auch hier kann in den meisten Fällen noch mithilfe spezieller juckreizstillender Salben, Cremes und Zäpfchen – die neben der Schmerzbehandlung auch antiseptisch und gefäßverengend wirken – Abhilfe geschaffen werden. In manchen Fällen in diesem Stadium wendet der Arzt auch eine Verödung an. Dabei injiziert er dem Patienten eine Verödungsflüssigkeit auf die betroffenen Stellen, die die Knoten der Hämorrhoiden schrumpfen und den Schmerz und die Schwellungen abklingen lässt.

Stadium 3 der Hämorrhoiden

In diesem Stadium sind die Schmerzen schon fast unerträglich. Der Hämoridenknoten lässt sich nur noch manuell zurückschieben und Begleiterscheinungen wie Blutungen, Nässen und Schleimabsonderungen werden immmer stärker. Eine Behandlung mit starken Kortikosteroiden kann den Krankheitsverlauf in diesem Stadium noch stoppen – in manchen Fällen oder wenn schon fast das vierte Stadium erreicht ist, hilft nur noch eine Operation oder eine Gummibandligatur. Beim Letzteren wird das obere hämoridale Gewebe mit einem Gummiring abgebunden, um das Gewebe absterben zu lassen. Dieser Eingriff dauert nur wenige Minuten, muss aber in mehrerne Sitzungen wiederholt werden.

Stadium 4 der Hämoriden

In diesem Grad der Krankheit zeigen sich zusätzlich Ekzeme am After und Analkanal. Die Hämoriden sind zudem nun so groß, das sie sich nicht mehr zurückschieben lassen. Bei einem so weit fortgeschrittenen Hämorridalleiden bleibt nur noch die Operation. Hier entfernt der Chirurg die Knoten inkl. der Schleimhaut und den Anodermen. Viele Ärzte lassen die Wunde nach der Operation offen, damit das Wundsekret gut abfliessen kann. Je weniger der Arzt dabei von der die Haut am Darmausgang entfernt, um so weniger Probleme hat der Patient mit seinem After nach der Operation. In schweren Fällen muss mit der Operation auch eine Rekonstruktion des Analkanals erfolgen. Nicht selten haben die Patienten nachher große Schmerzen und ein Leben lang mit ihrem After Probleme.